Live-Satsang


Home | Sascha A. Jaksic | Beratung | Referenzen



Erleuchtung tun

In all den Jahren, die ich mit der Suche nach Gott oder der absoluten Realität verbrachte, sagte jeder, den ich danach befragte, dass man Erleuchtung oder Erwachen nicht tun könne.

Nun, heute bin ich anderer Meinung...

Es scheint, der Weg zur Erleuchtung sei unwahrscheinlich schwer. Aber dem ist nicht so. Er ist sogar sehr, sehr einfach. Und gerade weil er so einfach ist, wurde und wird er fast immer übersehen.

Ob du nun Anfänger oder erprobter Veteran der Suche bist - hier findest du eine Anleitung zum Erwachen.

Eine Zusammenfassung:

Meist beginnt es damit, dass wir uns von Gott, der Einheit, der Realität, der Wahrheit, getrennt erleben. Da ist Leiden und da ist Sehnsucht nach Befreiung. Die Suche beginnt. Wir lesen spirituelle Literatur, meditieren, besuchen spirituelle Gruppen, Lehrer oder Satsangs.

Aber die Jahre vergehen, und trotz persönlicher Fortschritte, tiefster Einsichten und nondualer Erleuchtungserfahrungen hat sich das permanente Erwachen noch immer nicht eingestellt. Die Sehnsucht ist noch immer nicht gestillt. Getröstet von unseren Lehrern oder den alten Schriften sind wir aber gerne bereit nochmals dreißig Jahre zu meditieren...

Aber das ist nicht nötig.

Das Absolute, die Einheit ist nicht etwas, was erreicht werden könnte. Das Absolute, die Einheit, ist ewig und zeitlos damit auch jetzt da. Dein Sein, genauso unerleuchtet, getrennt und leidend, wie du es jetzt erlebst, ist perfekter Ausdruck des Absoluten.

Erleuchtung nennen wir die Erkenntnis, die Erfahrung dieser tiefsten Wahrheit. Erleuchtung ist der Moment, da du verstehst und erlebst, dass alles schon immer perfekte und vollkommene Einheit war und ist. Aber erst mit diesem Erwachen, hört die schmerzliche Dunkelheit der vermeintlichen Getrenntheit auf zu sein.

Deshalb sage ich dir: Getrenntheit und Unerleuchtung sind bloß vergängliche Gefühle und Gedanken in der vollkommenen Einheit.

Die absolute Einheit kann unmöglich getrennt sein. Aber das Gefühl von Getrenntheit kann in ihr erscheinen. Und solange dieses Gefühl der Getrenntheit existiert, ist es leicht, die zugrunde liegende Einheit zu übersehen. Deshalb bist du versucht, nach der Einheit zu suchen. Aber das ist aussichtslos. Denn du selbst bist diese Einheit, nach der du suchst.

Erleuchtung ist nicht ein Finden und Erreichen, sondern ein Durchschauen. Durchschaue bloß dieses Gefühl der Getrenntheit als flüchtige und oberflächliche Erscheinung und du findest, dass die vollkommene Einheit schon immer da war!

Was ist dieses Gefühl der Getrenntheit? Es ist das Erleben, ein kleiner, sterblicher, verlorener und von Gott getrennter Mensch zu sein. Dieser Sehnsucht nach Einheit steht die Getrenntheit entgegen. Du hier - Gott dort. Aber wie Meister Eckhart sagte, ist das Einzige was zwischen dir und Gott steht, du selbst.

Du, der innerste Kern von dir, dieses Gefühl von dir selbst, dieses "Ich bin", diese Wachheit, Bewusstheit - das ist es, wo alle Trennung beginnt und endet. Hier mit dem Gefühl etwas und jemand zu sein, entsteht auch das Gefühl alles andere nicht zu sein.

Dieses "Ich", diese Trennung aber, ist nichts als eine Täuschung, eine Verwechslung. Du bist nicht dieses "Ich-Gefühl". Du bist das, was dieses "Ich" wahrnimmt. Dieses Gefühl, welches dich im innersten ausmacht, dieses "Ich bin Ich" - das bist du nicht - es ist bloß eine Empfindung, ein Gefühl, welches von dem wahrgenommen wird, was du wirklich bist - der Einheit. Du bist diese Einheit. Der Mensch und sein Ich-Gefühl sind bloß flüchtige Erscheinungen in DIR.

Wenn du nun also verstehst, dass dein wahres aber noch unerkanntes Wesen die Einheit ist, so kümmere dich nicht darum, in dieses Menschsein verstrickt zu sein und beginne einfach, die Täuschung unmittelbar zu beobachten und durchschauen. Schaue und betrachte das, was du noch zu sein glaubst. Fühle, was du als Selbst erlebst, was du als dein Sein erfährst, als deine Bewusstheit.

Richte deine Wahrnehmung unentwegt aber entspannt auf das, was du zu sein glaubst. Richte dein Bewusstsein auf sich selbst und nach und nach wird es offensichtlich, dass das was du beobachtest, nicht du selbst sein kann. Aber schaue einfach weiter, tagein tagaus, so oft du kannst und prüfe und prüfe und schon sehr bald, ist die ewige, absolute Einheit, die der scheinbaren Trennung zugrunde liegt einfach offensichtlich.
Und du wirst lachen über all dein Suchen nach dir Selbst... denn du warst schon immer, was du gesucht hast...


Home | Sascha A. Jaksic | Beratung | Referenzen
Impressum | kontakt@live-satsang.de